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Gegenbesuch der Gruppe aus Callosa de Segura vom 12.-19.3.2026

Spanien-Austausch lässt viele interkulturelle Freundschaften entstehen

Andere Kulturen kennenzulernen, ein Verständnis für unterschiedliche Gewohnheiten zu entwickeln und dadurch fair miteinander umzugehen, steht im Mittelpunkt jeder interkulturellen Begegnung. Bei der Begrüßung der spanischen Schüler aus Callosa de Segura, die im März zum Gegenbesuch ans Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen kamen, betonte Ortschaftsrat Franz Fetzer im Wasseralfinger Rathaus, dass genau dieses interkulturelle Verständnis in den heutigen, von Krisen geprägten Zeiten, immer wichtiger werde. Der Fairness-Gedanke prägte aber während der Austausch-Woche nicht nur den gegenseitigen Umgang der deutschen Schüler mit ihren spanischen Austausch-Partnern, sondern war auch Teil der gemeinsamen Arbeit am Erasmus+-Projekt des KGW „For a Fairer Europe in a Fairer World“.

Anknüpfend an den Besuch bei einer landwirtschaftlichen Kooperative in Südspanien im Januar zeigten die KGW-Schüler den Gästen aus Spanien, wie in unserer Region Landwirtschaft betrieben wird. Beim Besuch des Klopfer-Hofs in Aalen-Rötenberg konnten alle Teilnehmer erleben, wie in Baden-Württemberg Milch produziert wird. Landwirtin Hannah Klopfer zeigte der Gruppe ihren Hof mit modernen Stallanlagen und über 90 Kühen und ließ die Gäste auch selbst zur Heugabel greifen, um die Tiere zu füttern. Da wurde den Schülern schnell klar, dass die Arbeit auf einem Bauernhof ganz schön anstrengend ist. Als Klopfer darauf hinwies, dass sie für die Ernährung einer Kuh etwa sieben Euro pro Tag ausgeben müsse, für den Liter Milch aber nur 36 Cent erhalte, fragten sich einige, warum man bei so geringem Gewinn überhaupt als Landwirt arbeiten wolle. Klopfer betonte daraufhin ihre Liebe zu den Tieren und die Freude an der Arbeit in der Natur, was sie für die oft als „unfair“ empfundenen Bedingungen entschädige.

Die Woche in Deutschland sollte die spanischen Gäste aber nicht nur für Fairness sensibilisieren, es standen auch viele touristische Highlights auf dem Programm. Das KGW zeigte den Besuchern die Aalener Innenstadt, erzählten ihnen die Legende vom Aalener Spion und führte Exkursionen nach Ulm und Schwäbisch Hall durch. Daneben erfuhren die Spanier, wie in Deutschland der Schulalltag abläuft, und lernten das KGW samt Sternwarte kennen. Gemeinsame Aktivitäten an der Schule sorgten zudem für gute Stimmung: So spielten die Teilnehmer in gemischten Teams Volleyball gegeneinander und ließen den Abend bei einer gemeinsamen Feier an der Schule ausklingen.

Durch die erlebnisreichen Wochen in Spanien und Deutschland entstanden viele interkulturelle Freundschaften, sodass sicherlich einige der Teilnehmer den Rat, den Ortschaftsrat Fetzer gleich zu Beginn der Austauschwoche gab, befolgen werden: sich fleißig zu schreiben und dadurch in Kontakt zu bleiben.

Bildergalerie

Im Rahmen der Projektarbeit bei der gemeinsamen Woche am KGW gestalteten die Teilnehmer folgende Logos zum Thema „For a Fairer Europe in a Fairer World“: