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Schüleraustausch mit dem IES Vega Baja in Spanien

Besuch in Callosa de Segura vom 12.-19. Januar 2026

Im Januar 2026 fand im Rahmen des Erasmus+-Projekts „For a Fairer Europe in a Fairer World“ die erste Schülerbegegnung in Spanien statt. Begleitet von Schulleiter Michael Schellhammer und den Spanischlehrerinnen Dr. Manuela Weinschenk und Katharina von Cube fuhren 14 Schülerinnen und Schülern zur Partnerschule nach Callosa de Segura, wo sie von ihren Gastfamilien herzlich aufgenommen wurden.

Für die Jugendlichen, die alle Spanisch als dritte Fremdsprache lernen, war es spannend, ihre Sprachkenntnisse vor Ort ausprobieren zu können, aber auch die spanische Kultur und Lebensweise kennen zu lernen. Zudem standen touristische Highlights der Region, wie Murcia und Cartagena, auf dem Programm. Zentraler Bestandteil der Fahrt war selbstverständlich auch die Arbeit am Erasmus+-Projekt „For a Fairer Europe in a Fairer World“, wodurch der Schülergruppe klar wurde, dass Fairness ein Begriff mit vielen Facetten ist.

Ein fairer Umgang mit der Natur stand im Zentrum des Programms. So lernten die Jugendlichen die besondere Flora und Fauna von Callosa de Segura kennen und erfuhren, wie diese durch den Klimawandel, aber auch durch invasive Arten bedroht ist. Bei der Besichtigung der landwirtschaftlichen Kooperative „Surinver“, die Gemüse für große Supermarktketten, wie Aldi und Lidl, produziert, wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich gemacht, wie auch in der intensiven Landwirtschaft Umweltbelange eine Rolle spielen. Ein großes Thema ist insbesondere die Bewässerung der Felder, die aufgrund der Wasserknappheit in der Region stark kontrolliert wird und deshalb mit der Tröpfchenbewässerung immer weiter optimiert werden muss. Einen Eindruck von früheren Anbau- und Verarbeitungsmethoden in der Gegend konnte die Gruppe beim Besuch des Hanf-Museums in Callosa de Segura gewinnen. Seile, Fischernetze, Schuhsohlen und vieles mehr wurden jahrelang in der Region in mühevoller Handarbeit aus Hanf produziert, was aufgrund der starken Staubbelastung auch gesundheitliche Folgen für einen großen Teil der Bevölkerung hatte.

Fairness bedeutet folglich auch, fair mit Arbeitskräften bzw. den Menschen an sich umzugehen. Gerade beim Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung waren die deutschen Teilnehmer am Austauschprogramm überrascht, wie unterschiedlich Inklusion an spanischen Schulen umgesetzt wird. Bei einem Besuch der Inklusionsklasse der Austauschschule kamen sie in direkten Kontakt mit den dortigen Schülern, die ein fester Bestandteil der Schulgemeinschaft sind und den Gästen ihren Alltag erklärten.

Durch die vielen gemeinsamen Aktivitäten entstand während der Woche in Spanien eine schöne Gemeinschaft der spanischen und deutschen Teilnehmer, so dass der Abschied am Ende sehr schwerfiel. Aber das Gute ist, dass ein Wiedersehen nicht in weiter Ferne liegt: Schon im März kommen die Spanier zu Besuch ans KGW.

 

Unser Austausch in der Presse.