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24.09. - 02.10.2024 26 Schüler/innen des KGW in Canisy

 

Die Reise nach Canisy konnte gemeinsam mit unserem Nachbargymnasium, dem Schubart-Gymnasium in Aalen, organisiert werden, da dieses eine lang bestehende Partnerschaft mit St. Lô (Partnerstadt der Stadt Aalen) ganz in der Nähe von Canisy pflegt. 

So konnte im Sinne des Green Travel ein großer Bus für zwei Schülergruppen angeheuert werden, Kosten wurden gespart und die Umwelt wurde geschont. Auch Ausflüge wurden zum Teil gemeinsam organisiert.

Der Schwerpunkt der Projektarbeit lag in Canisy auf der Betrachtung der Erinnerungskultur zu den beiden Weltkriegen in Frankreich und Deutschland auf schülergerechtem Niveau. 

Fachlich unterstützt wurden wir dabei von Herrn Erik Hoffmann, einem ausgewiesenen Kenner von Kriegerdenkmälern in Deutschland und unserer Region („Unsere gefallenen Helden, Kriegerdenkmäler in Deutschland und im Raum Aalen. Orte der Trauer oder der Propaganda ? Eine kontroverse Betrachtung eines symbolträchtigen Bauwerks deutscher Geschichte“. Aalen 2014). Unser Fragebogen orientierte sich an Empfehlungen und Materialien des Landesbildungsservers Baden-Württemberg (https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/zeitgeschichte/weltkrieg1/kriegerdenkmaeler/2verlauf.htm).

Zunächst sollten im Zug einer großen Stadterkundung in St. Lô mithilfe eines Fragebogens und digitaler Medien (Handy, Tablet zum Fotografieren) in Mixed Teams „Monuments aux morts“ im Stadtplan gefunden, fotografiert, beschrieben und und analysiert werden : Sehen französische „Denkmäler für die Toten“ anders aus als deutsche „Kriegs-“ oder gar „Kriegerdenkmäler“ ? Wie wird der Kriege und ihrer Toten gedacht ? Wie werden gegebenenfalls die Gegner im Krieg gezeigt ? Was ist die Botschaft an die Nachwelt / an uns ? Was tun wir Europäer/innen seit 1945 bis heute, um derartige Katastrophen zu verhindern ? Daraus wurde in anschließenden Gesprächsrunden die Wichtigkeit der deutsch-französischen Freundschaft nach dem Zweiten Weltkrieg und die Bedeutung der EU als Friedensprojekt erarbeitet.

 

Slideshow "Monuments aux morts"

 

Ein ganzer Tag galt dem Besuch der Landungsstrände in der Normandie mit dem Museum Omaha Beach, der die Thematik für die Schüler/innen zutiefst beeindruckend vertiefte : Der Kampf der demokratischen Alliierten für Freiheit und Menschenrechte gegen das diktatorische deutsche Schreckensregime auch um den Preis großer eigener Verluste ist eine Wurzel unseres heutigen Europa in Freiheit. Der Einsatz für Frieden in Europa hat seit 2022 ein neues und beunruhigendes Gewicht erhalten, ein Aspekt, der alle Schüler/innen stark beschäftigt.